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"Wenn einer eine Reise tut, ..." - Sprachwoche der 8C

Die 8C hat vom 13. 09. 2019 bis 20. 09. 2019 beziehungsweise 21. 09. 2019 eine Spanienreise der etwas anderen Art erlebt.

Das Ziel unseres Sprachaufenthalts ist Santiago de Compostela, der drittheiligste Wallfahrtsort der Welt. Los geht es an einem Freitag, dem 13. Nachdem wir in Schwechat eingecheckt und im Flugzeug Platz genommen haben, erfahren wir, dass uns eine Startverspätung von über einer Stunde erwartet. Das Resultat: Wir verpassen unseren Anschluss nach Porto! Gottseidank kann Frau Prof. Scheikl mit ihren Spanischkünsten einen Ersatzflug direkt nach Santiago organisieren. Dort angekommen werden wir jedoch vor die nächste Herausforderung gestellt: Unser Gepäck ging durch die Komplikationen verloren. Und bleibt drei Tage lang verschollen.

Turbulent geht es weiter: Vom Kreislaufzusammenbruch mit Rettungseinsatz über Turbo-Shopping-Sessions, einem verirrten Schreckenstelefonat bis zu Schülern, die zeitweilig wegen Fieber und Erkältung ausfallen, ist so einiges dabei.

Mit dem Wetter und durchschnittlichen Temperaturen von 30 Grad als auch der Stimmung in der 8C haben wir jedoch großes Glück. Unser Wochenprogramm besteht aus Sprachschulstunden und vielfältigen Aktivitäten und Ausflügen. Wir besuchen den Küstenort A Coruña, erkunden mehrfach die Altstadt Santiagos, schwitzen beim Tanzunterricht und pilgern entlang des berühmten Jakobswegs. Vor allem gibt’s aber eines: reichlich gutes Essen. Mit den Gastfamilien sind alle zufrieden, auch wenn so manche Konversation mitunter nur aus „Sí“ und „Muy bien“ besteht.

 Ein Höhepunkt der Reise ist gewiss der Ganztagesausflug auf die Barbanza-Halbinsel. Frisch geduscht und neu eingekleidet klettern wir zuerst bei den Felsen einer keltische Grabstätte, das Castro de Baroña, mit wunderschöner Aussicht auf das Meer. Weitere Stopps sind eine naturgeschützte Riesendüne, die man für einen kleinen Aufpreis von 600 bis 6000€ betreten „dürfte“, ein hübscher, grün-weißer Leuchtturm und der 5000 Jahre alte Dolmen de Axeitos.

 Dann heißt es endlich ¡Vamos a la playa! Wir schwimmen und relaxen bei Hitze und Sonnenschein – manche mit mehr, manche mit weniger Gewand. Das 16 Grad kühle Meer und die zwei Meter hohen Wellen halten uns nicht davon ab, mehrmals ausgiebig im Meer zu plantschen oder Bodysurfing zu betreiben. Müde und glücklich kehren wir am Abend mit leicht geröteten Wangen nach Santiago zurück.

Die restliche Woche verläuft ohne größere Widrigkeiten und Komplikationen. Doch beim Rückflug nach Wien werden unsere Nerven erneut auf die Probe gestellt: Als wir am Freitag vom Flughafen in Santiago über Madrid nach Hause fliegen wollen, kommt unser Flieger zu spät an. Wir verpassen somit erneut den Anschluss. Nur diesmal gibt es keinen Ersatzflug. Somit nächtigen wir – gottseidank auf Kosten von „Iberia“ – in einem Flughafenhotel in Madrid. Am nächsten Morgen hebt unsere Maschine tatsächlich pünktlich um 08:40 Uhr ab und landet sogar 20 Minuten früher als geplant in Schwechat. Heimgekehrt sind wir schlussendlich mit einer Verspätung von knapp einem Tag. Wir meinen: Diese Reise war unvergleichlich, unvergesslich und „bonding pur“!