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Schuljahr 2021/22

Dauerprojekt - Fachwerkhaus

Ein Fachwerkhaus hat ein tragendes Gerüst aus Holz, bei dem die Zwischenräume meist mit Faschine oder Ziegelwerk gefüllt sind. Die erstgenannte Technik leitet sich von der Flechtwerkwand ab, die als eine der ältesten Baukonstruktion gelten kann. Das Holzgeflecht ist aus festen Hölzern (Lehmstaken), auch zusätzlich aus biegsamen Weidenruten (Fachgerten). Die Bauweise war vom Hochmittelalter bis in das 19. Jahrhundert eine der vorherrschenden Bauweisen und in Mitteleuropa nördlich der Alpen bis nach England verbreitet. Es wird zumeist Stieleiche oder Traubeneiche, in nadelholzreichen Gebieten Tanne verwendet, da sie witterungsbeständig sind und Fäulnis widerstehen – konstruktiven Holzschutz vorausgesetzt. Solche Hölzer erreichen ein erstaunlich hohes Alter. 

Im Rahmen des technischen Werkunterrichts wird schulstufen- und schulübergreifend zum Thema Architektur ein Fachwerkhaus nachgebaut, das aus Fichtenholzleisten, Leim und Plexiglas, als Glasersatz, besteht. Die Holzkonstruktion wurde einfachhalber verleimt, da andere Verbindungen technisch zu aufwändig gewesen wären. Das Haus wird ständig erweitert, auch Einrichtungsgegenstände für das Haus gibt es schon. Manche Designerstücke wären der Stolz eines jeden Möbelhauses. 

Wendeltreppen und Stiegenaufgänge wurden fertig gestellt. Das Dachgeschoß wird weiter ausgebaut, neue Dachflächen kommen dazu. Das Haus erstrahlt bereits in hellem Glanz, da wir eine vierstöckige LED Beleuchtung installiert haben. Neue Schutzdächer halten den Regen ab und ein neues Schlagzeug ist im Entstehen. Alle Türen haben Holzscharniere bekommen, das Kirchenfenster für den Herrgottswinkel wird gerade neu designed. Auch fehlen noch Regenrinnen und ein Unterstellplatz für eine Pferdekutsche. Ein Gartenhaus ist in Bau.

Auf dieser Seite können Sie den "Baufortschritt" mitverfolgen. Das Originalhaus kann in unserer Schule besichtigt werden.